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Sonntag 10 - 17


Sport mit Gina Folly

Sport mit Gina Folly

Stammgäste mit Einwegkamera #003:
Sheila Lopardo

Sport in der NZZ

Kontakt

+41 (0) 43 317 91 09
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Sport Cafeteria Bar
Kanzleistrasse 76, 8004 Zürich

Sportbar GmbH
Ankerstrasse 65, 
Postfach, 8026 Zürich

Website:
Pascal Alexander

Velo

Es ist der schönste Tag seit einiger Zeit und ich düse mit meinem Velo durch die Stadt. 
Ludwig hat es repariert mit fachmännischen Handgriffen. Die Räder schiessen durch die 
Gabel und heute sortiere ich meine CDs oder mache andere sinnvolle Sachen. 
Es ist hier eine sonderbare Entwicklung im Gange. Und zwar: Klaro, ich bin hier geboren und hatte 
echt ein paar Männer und wirklich noch mehr, die auch gerne würden. Jedenfalls finde ich hier alles recht gut. 
Die Erinnerungen sind gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich da so eine Technik entwickelt. 
Sehr viel Fahrrad fahren und am Ende der Stadt ist nur noch das im Köpfchen, was wieder mit rein darf. 
Funkioniert so lala, aber es ist ein Hobby. Jedenfalls gibt es wirklich diese Entwicklung, 
dass ich der Stadt aus Vertrauen und Lust oft meinen Rücken zeige und rumdüse und dann 
nach ein paar Monaten wieder auftauche. Und dann kommts. 
Mindestens 5% mehr Leute sagen ‘Hey Hi Du’. Das heisst, ich weg und trotzdem wird das Thema, 
also ich, grösser. Aber ich finds echt schön hier und mache mir oft wegen nichts grosse Sorgen, 
denken zumindest die anderen und das macht mir noch weniger Sorgen, und natürlich düse ich 
jetzt weiter Richtung Ende und vorher besuche ich Ludwig im schönen Café. - Stefan Pabst

Ich Da

Ja, Mann! Wie bin ich hier her gekommen? Aber das ist doch ganz egal! Ich bin immer irgendwo und immer richtig. Kein Ort ist besser als der andere. Da sehe ich Blumen und isländische Beats. Ich habe mich dabei und ein Wissen von der Welt. Jeder Ort nimmt mich und lächelt dabei. Er ist nur schnell anders, wenn ich da war und  dann genug für mich. Ich versprühe mich und muss weiter, wenn die Oberfläche voll von meiner Message ist und ich mich nur noch spiegeln kann. Hatte ich je einen Plattenvertrag? Ja? Dann war das richtig so. Nein? Es musste so sein. Unsere Irrtümer werden am Ende kein Gewicht haben. Ich toure ständig. Ich habe noch nie Musik gemacht, doch was ich sehe, tanzt. Ich spüre meinen Schweif und er wird größer und ernster. Kein Gespräch, nur Nicken. Ich sehe euch hinter mir. Es ist keine Last für mich zu ziehen. Ich will den Moment erkennen, wo sich eine Horde als meine Jünger erkennt und beschliesst, stehen zu bleiben. Ihre neue Musik, ihre neuen Drogen und ihre Art der Liebe braut. All das, was es heisst, sesshaft zu werden. Und wenn sie die Marmorplastik von meinem Unterarm enthüllen, werde ich fort sein und mich hoffentlich an nichts erinnern, sondern mich über meinen neuen  Koffer am Check-In freuen. Nie werde ich euch fragen, was es heisst, etwas zu tun. Sprecht euch nach und denkt dabei an unseren ersten Blick. Ohne euch - ein Stein. Oder ist das alles bereits geschehen? Ich trinke Espresso und will, dass ihr mir einen Namen gebt, denn ich will einen. -Stefan Pabst

Stammgäste mit Einwegkamera #002:
Philipp Meier

Die Landschildkröte

Ich holte sie vom Flughafen ab. Ihr Haar war gut und glatt. Zwei Monate hatte ich auf sie gewartet und auch meine Frisur bedacht. Vor zwei Monaten war ich in Chicago aus beruflichen Gründen gewesen. Ich verdiene mein Geld mit einer Arbeit, die ich niemandem erzählen möchte, aber immerhin habe ich jetzt viel Geld und wehmütig klammere ich mich an meinen Musikgeschmack, den ich hatte, als ich mich noch gut fand. Ich besuchte in Chicago ein Konzert der Band Tortoise und lernte im Rausch der Klänge Julia kennen. Wir verliebten uns, als um uns die virtuosen Klänge tanzten. Sie zeigte mir eine Bar und ich fand das ganz nett. Die nächsten Wochen war ich ein Boy im Chat. Wir drückten uns heiß auf allen möglichen Tastaturen und freuten uns auf ein Wiedersehen, wie ein Spargel auf sein drittes Jahr, wo er die Sonne sehen wird. Es war das erste Mal, dass ich in Begleitung in die Sportbar ging. Ich genoss die ertrautheit und die hart erarbeitete Anonymität. Es waren Drinks für die Sonne mitten im Winter, die wir tranken während wir uns angsam an längere Sätze gewöhnten. Sie erzählte von Fantasien auf einem Bauernhof und von dem Gefühl in einer Marsstation. Ich entschied mich, mein Leben seit dem 28. Lebensjahr neu zu erzählen und habe den festen Vorsatz, die fiktive Geschichte mit einem realen Ende zu versehen. Sie küsst sehr gut.Ich holte sie vom Flughafen ab. Ihr Haar war gut und glatt. Zwei Monate hatte ich auf sie gewartet und auch meine Frisur bedacht. Vor zwei Monaten war ich in Chicago aus beruflichen Gründen gewesen. Ich verdiene mein Geld mit einer Arbeit, die ich niemandem erzählen möchte, aber immerhin habe ich jetzt viel Geld und wehmütig klammere ich mich an meinen Musikgeschmack, den ich hatte, als ich mich noch gut fand. Ich besuchte in Chicago ein Konzert der Band Tortoise und lernte im Rausch der Klänge Julia kennen. Wir verliebten uns, als um uns die virtuosen Klänge tanzten. Sie zeigte mir eine Bar und ich fand das ganz nett. Die nächsten Wochen war ich ein Boy im Chat. Wir drückten uns heiß auf allen möglichen Tastaturen und freuten uns auf ein Wiedersehen, wie ein Spargel auf sein drittes Jahr, wo er die Sonne sehen wird. Es war das erste Mal, dass ich in Begleitung in die Sportbar ging. Ich genoss die Vertrautheit und die hart erarbeitete Anonymität. Es waren Drinks für die Sonne mitten im Winter, die wir tranken während wir uns langsam an längere Sätze gewöhnten. Sie erzählte von Fantasien auf einem Bauernhof und von dem Gefühl in einer Marsstation. Ich entschied mich, mein Leben seit dem 28. Lebensjahr neu zu erzählen und habe den festen Vorsatz, die fiktive Geschichte mit einem realen Ende zu versehen. Sie küsst sehr gut. - Stefan Pabst

Stammgäste mit Einwegkamera #001:
Julian Zigerli